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Atlantikstraße – Norwegens Jahrhundertbauwerk an der Atlantikküste

12.05.2017 | cabaneo publishing

Atlantikstraße – Norwegens Jahrhundertbauwerk an der Atlantikküste. Keine neun Kilometer ist die Atlantikstraße lang, doch zählt sie zu den schönsten Küstenstraßen der Welt. Der Schlangenlinien-Parcours über die Felsinseln ist so einzigartig, dass die Küstenstraße zu Norwegens „Bauwerk des Jahrhunderts“ erklärt wurde.

Atlantikstraße – spektakulärer Slalomkurs im Ozean
Auf einer Länge von gut 8,2 km verbindet die Atlantikstraße Vevang und Kårvåg miteinander. Keineswegs handelt es sich um eine einfache Küstenstraße, die Fjorde und Felsen umkurvt. Bereits die Zufahrt von Kristiansund durch einen knapp sechs Kilometer langen Tunnel, der den Atlantikgrund unterquert, ist ein Erlebnis. Haben Sie den Ausgang erreicht, befinden Sie sich auf der Insel Averøy. Hier pfeifen stürmische Winde über das Meer und türmen meterhohe Wellen auf, die krachend an den Felsen brechen. In der Ferne leuchten selbst im Sommer die schneebedeckten Gipfel des Küstengebirges im Sonnenschein. Bauernhöfe mit bordeauxrot getünchten Holzfassaden stehen vor sattgrünen Wiesen und geben ein norwegentypisches Fotomotiv ab. Nach kurzer Fahrt haben Sie den Startpunkt der Atlantikstraße erreicht, die im hohen Norden Atlanterhavsvegen genannt wird. Hier beginnt das Abenteuer, denn die Straße führt hinaus auf den offenen Ozean.

Über acht Brücken windet sich die Atlantikstraße durch eine felsige Inselwelt vor der Westküste Norwegens. Fernab von der Festlandsküste durchqueren Sie eine raue Landschaft, in der häufig Stürme den Ozean aufpeitschen und Wellen mit Brachialgewalt gegen die Klippen donnern. Die spektakulärste Konstruktion weist die 260 m lange Storseisund-Brücke auf. Am höchsten Punkt wölbt sich die Brücke wie ein Kamelrücken in die Höhe. Der Grund liegt im wechselnden Wasserstand, der im Rhythmus der Gezeiten sinkt oder steigt. Allein der hohe Buckel gewährleistet die 23 m hohe Durchfahrtshöhe für Schiffe unabhängig vom Tidenhub. Die Storseisund-Brücke ist eine Touristenattraktion und entsprechend hoch ist das Verkehrsaufkommen im Sommer an diesem Straßenabschnitt. Wohnmobile, Motorräder, Sportwagen und Mietfahrzeuge suchen nach einem Parkplatz, um in aller Ruhe ein Erinnerungsfoto von der spektakulären Brückenkonstruktion zu schießen.

Paradies für Angler
Da die Atlantikstraße direkt am Ausgang eines Fjords verläuft, treten zwischen den Inseln gewaltige Strömungen während des Wechsels von Ebbe und Flut auf. Mit Urgewalt wird das Wasser durch schmale Meerengen gepresst und mächtige Strudel mit einem Durchmesser von bis zu zehn Metern bilden sich im Wasser. Dies ist die Zeit für Hobbyfischer, die auf der Jagd nach einem kapitalen Seelachs, einer Makrele oder einem Dorsch sind. Über der Wasseroberfläche wurden an einigen Engstellen separate Angelbrücken installiert, die zu einem Treffpunkt von Freizeitanglern aus der ganzen Welt geworden sind. Dorsche mit einem Gewicht von sechs bis sieben Kilogramm ziehen die Hobbyfischer aus den eisigen Fluten. Seelachse mit einem Gewicht von zehn Kilogramm und mehr wurden beim Gezeitenwechsel an der Atlantikstraße schon angelandet. Die Touristenattraktion an Norwegens Küste lockt Besucher aus aller Herren Länder an. Vor diesem Hintergrund verwundert es nicht, dass die meisten Cottages auf der Insel Håholmen zu Restaurants und norwegischen Ferienhäusern umgebaut wurden.

Geschichte der Atlantikstraße
Die Atlantikstraße war ursprünglich gar nicht als Autostraße geplant. Eigentlich sollten die Inseln und Schären vor der norwegischen Westküste über eine Eisenbahnstrecke miteinander verbunden werden. Im Jahr 1935 wurden die Pläne verworfen und erst in den 1970er Jahren begannen die Vorbereitungen für den Bau einer Küstenstraße. Im 1. August 1983 erfolgte der erste Spatenstich und sechs Jahre später wurde die Atlantikstraße offiziell eröffnet. Anfangs mussten die Kraftfahrer eine Maut entrichten, mit der die immensen Baukosten in Höhe von 122 Millionen norwegischer Kronen gegenfinanziert werden sollten. Die Straßennutzungsgebühr wurde zehn Jahre lang erhoben, dann war der größte Teil der Kosten beglichen. Heute kostet Sie das Befahren des Wunderwerks keinen einzigen Cent mehr. Auch für das Angeln fällt keine Gebühr an, da das Freizeitfischen im Meer und in den Fjorden in Norwegen für jedermann ohne Angelberechtigungsschein erlaubt ist.

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